2015 Motorradtraining

… in Groß Dölln

Bis heute weiß ich nicht worauf ich mich genau eingelassen hatte, denn das Training wurde über eine Honda VFR Gruppe meines Bruders gebucht und organisiert. Ich selber fahre ja eine BMW f800r und hoffte damit nicht der einzige Exot bei dem Training zu sein. 

Die Anreise erfolgte bereits am Freitag, um am ersten Trainingstag ausgeschlafen und fit zu sein. Für diesen Anreisetag hatte ich mir freigenommen, um nicht erst nach dem Dienst auf die knapp 300 km lange Anreise zu gehen. Meine Planung lautet Autobahn vermeiden und nicht rasen. 

Untergebracht waren wir 20 Teilnehmer in einer Pension unweit der Trainingsstrecke. 

Samstag 1. Trainingstag

7:30h Frühstück, 8:30h: Fahrt zur Trainingsstrecke

Nach Einweisung ging es um 10h endlich los. Einteilung in 2 Gruppen eine gemütliche (die „Blümchengruppe“)und eine schnelle Gruppe. Während der ersten halben Stunde gab es noch ein paar Wechsel untereinander. 

Ich war in der (angeblich) langsamen Gruppe und sehr froh darüber. 

Angefangen haben wir mit langsamen Fahrübungen. Nicht schneller als 30 km/h und enge Kurven. 

Später ging es dann auf den Rundkurs, um die Reifen „rund zu fahren“. Ich war noch nie so dicht am Asphalt… 

Zum Mittag hatten wir dann einen Ausfall. Linkskurve, Vorderrad gerutscht, Gripp bekommen und über das Motorrad abgestiegen, ein klassischer Highsider (Danke Google) also. Nachdem 2 Teilnehmer von Gruppe eins und zwei gewechselt hatten, gab es den nächsten Abflug. Sind aber alle heil geblieben. Nur Blechschaden. 

Nach der Mittagspause gab es viele klassische Übungen wie man sie auch von ADAC Übungen kennt. Bremsen war angesagt. Angefangen mit 30 km/h und bis 100 km/h gesteigert. Also Gas geben und nicht zögern eine Vollbremsung zu machen (mit ABS ist das schwer gewesen). 

Am zweiten Tag ging es auch wieder früh zum Frühstück. Dann Sachen packen und alles mit zum Driving Center nehmen. 

Zum warm machen gab es eine kleine Runde über das Gelände. Slalom fahren, links und rechts herum. Mit kalten Reifen fährt es sich nicht so gut. Ausweichmanöver mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Bis zum Mittag war die Rennstrecke mit Luxussportwagen belegt die wie die Irren ihr Autos gequält hatten. 

Nach dem Mittag haben wir uns wieder etwas warm gefahren und konnten dann auch endlich 60 min über die Rennstrecke fliegen was mal eine Abwechslung zum normalen Straßenverkehr ist. Da meine „Reifen bezahlt sind konnte ich auch die gesamte Lauffläche nutzen“ und mehr ging nicht. 

Die meisten Teilnehmer haben sich dann um 15 Uhr verabschiedet und auf den Heimweg gemacht. Wer es nicht so weit hatte konnte noch bis 16 Uhr weitere Übungen machen. 

Meine Rückfahrt nach Hamburg führte mich dann über die Autobahn, um nicht wieder so lange unterwegs zu sein.

Philipp Harms